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Adventskalender, 21. Dezember

Einen guten Morgen!

Das einundzwanzigste Türchen bringt zum einen nochmal die „Kuschelei“-Sockenanleitung um 25% reduziert mit sich.

Das Angebot gilt heute.

Zum anderen werde ich unter allen Kommentaren, die heute unter diesen Eintrag gesetzt werden (es müssen mindestens 10 sein), morgen einen Gewinner auslosen, der dann einen Gutschein für eine Anleitung aus dem Shop von mir bekommt.

(Details und rechtliches weiter unten im Beitrag)

Der Kommentar unter einem Posting eines bereits geschmückten Weihnachtsbaumes auf FB hat mich dazu veranlasst, das ursprünglich geplante Türchen von heute umzuwerfen.

Es ging um die Tradition, erst am 24. den Baum zu schmücken und dass die Kinder ihn erst zur Bescherung sehen dürften, dass Weihnachten zu einem rein kommerziellen Fest verkommen sei und Geschenke eigentlich nicht wichtig wären.
Auch bei uns Zuhause gab es diese Tradition. Ich bin ein Mensch, dem Traditionen wichtig sind. Aber genau diese Traditionen brachten für meine eigene kleine Familie immer mächtig Stress mit sich. Es galt, mehrere Geschwister zur Bescherung zusammenzubringen, die Geschenke wurden mit hin-geschleppt, an den Kindern vorbei (denn die sollten sie ja nicht sehen), dann lagen Geschenke im Überfluss unterm Baum (jeder hatte ja alles mit hingeschleppt), die Kinder waren überfordert mit der Fülle, drehten total auf und konnten gar nichts richtig bespielen und so gab es Tränen, wenn die Heimfahrt kam. Von dem Geschenke wieder heimschleppen wollen wir gar nicht reden.
Weihnachten war nicht mehr das, was es mal war.
Wir haben lange überlegt, von schlechtem Gewissen geplagt, weil jeder Lösungsvorschlag irgendeine Tradition verletzte. Als wir uns dann durchgerungen hatten, unsere EIGENEN Traditionen zu begründen, passierte folgendes:
Unglauben und tadelndes Kopfschütteln von außen, ein wunderbares, gemütliches, stressfreies Weihnachten mit viel Familienzeit für uns.
Bei uns wird bis zum 23.12 alles erledigt. Was bis dahin noch nicht gemacht ist, wird nicht mehr gemacht. Der Baum wird stressfrei 14 Tage vor Weihnachten gekauft, und wenn grad mal ZEIT ist, aufgestellt. Das Kind darf ihn schmücken, während die Erwachsenen zusehen und mächtig Spaß daran haben. Der Baum steht bei uns in der Küche und jeden Morgen gibt es „ohs“ und „Ahs“ und „wie schee“. Wir Erwachsenen schenken uns nichts mehr, ausser geselligen Abenden zusammen. Am 24. frühstückt unsere kleine Familie gemütlich, räumt die Küche auf und …. OH SCHOCK …. dann gibt es Bescherung für uns. Dann setze ich Kartoffeln für den Salat abends auf, und wir gehen ins Wohnzimmer. Alle zusammen. Sehen Weihnachtsfilme, bespielen des Juniors Geschenke, vielleicht noch ein Gesellschaftsspiel. Total entspannt. Nachmittags wird der Salat eingepackt und 4 Generationen treffen sich zur großen Bescherung bei der Schwägerin. Kartoffelsalat und Würstchen, deutlich kleinere Bescherung als früher, deutlich entspanntere Kinder, keine Tränen zur Heimfahrt.
Weihnachten wie es sein soll.

Was ich damit sagen will: Lasst Euch nicht von außen aufzwingen, wie etwas zu sein hat, wenn es sich für Euch nicht gut anfühlt! Wer sagt, dass sich Traditionen nicht ändern dürfen (hey, früher gab es die Tradition, dass Frauen nicht wählen gehen durften…. nur mal so als Anmerkung)? Schafft Euch Eurere Wohlfühlzone, unbeeinflusst von vermeintlichen „MUSSs“ etc.
Wenn es sich nicht gut anfühlt, kann es auch nicht gut sein. Auch nicht für die Kids, die merken das nämlich! Am 1. Weihnachtsfeiertag habe ich auch Stress, weil ich da für unsere 4 Generationen Braten, Semmelknödel etc. mache. Aber das fühlt sich trotz Stress gut an. Alles strahlt, alle genießen, das macht den Stress gut wett. Also Stress ist nicht immer gleich schlecht. Aber, ich kann es nicht oft genug sagen: wenn es sich nicht gut anfühlt, ist es nicht gut! Sorgt dafür, dass es sich für Euch gut anfühlt und pfeift auf das, was andere dazu zu sagen haben!

Details zum Adventskalender:
Auf der Facebookseite und hier im Blog der Kleinen Hexorei wird es täglich einen kleinen Eintrag geben. Dies kann ein kleines Rezept sein, ein Spruch, eine Aufgabe die ich Euch stelle und und und… Dazu wird an jedem Tag eine meiner Anleitungen um 25% im Preis reduziert angeboten werden.
Als kleines Schmankerl werde ich – ebenfalls täglich, so wie sich das für einen anständigen Adventskalender gehört – unter allen, die bei Facebook den jeweiligen Beitrag mit „gefällt mir“ markieren UND mir einen freundlichen Kommentar darunter schreiben, ODER mir hier im Blog einen freundlichen Kommentar hinterlassen (das kann auch ein einfaches „Guten Morgen“ sein), einen Gutschein für eine meiner Anleitungen verlosen. (Dies wird von der unparteiischen Glücksfee von www.fanpagekarma.com übernommen, und zwar am Folgetag, da fanpagekarma im Blog nicht funktioniert übernimmt die Ziehung für den Blog mein unparteiischer Junior). Hier im Blog gilt zudem eine MINDESTTEILNEHMERZAHL von 10 Kommentatoren um die Verlosung zu starten.

Die Teilnehmer der Verlosung erklären sich einverstanden, dass, im Falle eines Gewinnes, ihr Name in dem Beitrag veröffentlicht wird. Die Gewinner melden sich bitte innerhalb von 5 Tagen bei mir per PN, ansonsten verlose ich den Gutschein neu.
Mehrere Kommentare erhöhen NICHT die Gewinnchancen. Volljährigkeit wird vorausgesetzt. Die Beiträge dürfen gerne geteilt werden, erhöhen damit aber nicht die Gewinnchancen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Barauszahlung nicht möglich. Facebook bzw. WordPress stellt nur seine Plattform zur Verfügung und hat ansonsten mit der Auslosung/dem Gewinnspiel/dem Adventskalender nichts zu tun.

10 Gedanken zu „Adventskalender, 21. Dezember

  1. Guten Morgen, bei uns gibt es auch Tradition … am 23. Abends schmückt das Christkind den Baum und dann ist zugesperrt bis am Hl Abend nach dem Abendessen … Wollwurst mit Kartoffelsalat oder Bratwürstel mit Kartoffelpüree und Sauerkraut die Glöckchen erklingen dann ist Bescheerung mit meinen Schwiegereltern evtl Schwager u. Freundin … meine Eltern und Bruder haben Stallarbeit, die besuchen wir dann an einem der Feiertage … naja, bis jetzt sind unsere die ersten Enkelkinder wer weiß wie es sich im Laufe der Jahre ändert …
    Lg, Margit

  2. Guten Morgen!
    Was für ein schöner Text heute! Jetzt bin ich berührt und nachdenklich. Wir versuchen, Weihnachten auch immer so stressfrei wie möglich zu machen und doch ist es jedes Jahr wieder Stress. Aber natürlich hast du recht: wo steht geschrieben, dass man den Weihnachtsbaum erst am 24. aufstellen darf und dass es die Geschenke erst abends gibt? Vielleicht ist es an der Zeit, eine neue Tradition zu begründen…
    Danke für diesen Beitrag! *knuddel*

  3. Moin!
    ihr seid da nicht alleine. Bei uns war jahrelanger Stress mit am 24. Morgens zur Mutter zum Geburtstag, anschließend Geburtsfeier bei uns zu Hause (mein Mann), kurz vor 17h alle rauskehren und in den Kindergottesdienst und dann Essen und feiern mit Bescherung zu Hause, gefolgt von Späten Geburtstagsgästen ab 22h bis ….
    Jetzt (meine Mutter ist 2013 verstorben, mein Mann ausgezogen) feiern wir gemütlich Geburtstag um die Mittags/Kaffezeit bei meinem Mann, dann Gottesdienst und anschließend sind wir entspannt bei der Patentante meines Enkels zum Feiern. Unser Weihnachten zu Hause ist ein gemütliches Frühstück am 25. mit Bescherung und spielen und entspannen den ganzen Tag.
    Wenn wir Lust haben kochen wir 🙂
    Und am 26. machen wir dann noch ein wenig Familienbesuche.
    Ach ja, der Baum wird auch schon aufgestellt in der Woche vorher in der (Wohn-)Küche!

  4. Hallo auch ich habe schon lange mit der Tradition den Baum erst am 24. Zu schmücken auf gehört. Da aus Platzmangel (2 Zimmerwohnung) auch das schmücken nicht heimlich von statten ging wurde das Kind mit eingebunden, da das Christkind ja nicht überall zur gleichen Zeit sein kann. Ich hatte in der Adventszeit ein besonders braves Kind. , denn es wollte ja wieder dem Christkind helfen. Lg Gaby

  5. Dein Beitrag spricht mir heute voll aus der Seele und eure Tradition gefällt mir:-) Wir feiern unser Weihnachtsfest seit Jahren auch gemütlich und stressfrei, nachdem wir beschlossen hatten, uns von dem ganzen Weihnachtsstress nicht anstecken zu lassen.
    Der Baum steht auch meistens schon ein paar Tage früher und in der Küche wird nicht so viel Zeit fürs Kochen verplant. Es gibt keine aufwändigen Gerichte und jeder hilft mit. Manchmal dehnt sich auch unser Frühstück sehr lange aus, einfach weil es gemütlich ist zusammen zu sitzen, zu plaudern und keinen Zeitdruck zu haben. Das geniesen wir alle! Dann ist auch schon mal das Kochen ganz aus gefallen. So bleibt für uns alle viel mehr Zeit um die Weihnachtstage zusammen zu geniesen.
    Tradition ist das, was man zusammen daraus macht! Und ich freue mich auf unser diesjähriges Weihnachtsfest:-)

    Liebe Grüße, Karo

  6. Bei uns wird der Baum am 24. geschmückt und am 27. fliegt er morgens vom Balkon in den Garten. So hielten wir es schon Zeit meiner Kindheit in unserer Familie und die liegt über 60 Jahre zurück, denn es ist kein Advents- oder Silvesterbaum.

  7. Bei uns ist es fast genauso: inzwischen ist weniger mehr und der Wunsch, endlich auch mal selbst was von Weihnachten zu haben, statt sich 3 Tage lang abzuhetzen um allen Terminen gerecht zu werden, hat sich für uns erfüllt. Dazu gehört seit 2 Jahren auch mindestens ein langer Spaziergang mit Hund und am 2. Weihnachtstag gibt es bei uns „immer nur“ Salat und Reste, weil wir das viele Essen nicht gewöhnt sind. Auch hier ist weniger mehr. Und es hat sich fast genauso ergeben: irgendwann war das Ziehen und Zerren von Außen viel zu viel und tat schon ziemlich weh. Das gibt es bei uns nicht mehr, zum Glück. Und wir bekommen keine Geschenke mehr, schenken uns aber gegenseitig was zu Nikolaus, gar nix zu Weihnachten… außer dem Hund, der bekommt was, damit er beim einzigen Weihnachtsbesuch bei den Schwiegereltern, den wir noch machen, beschäftigt ist. In diesem Jahr bekommt sie ein riesiges Stück Geweih. Es liegt schon im Flur auf dem Schrank und wir freuen uns schon drauf, dass sie sich an Weihnachten draufstürzen wird 🙂

  8. So schön Traditionen auch sind, wenn sie in Stress ausarten haben verlieren sie ihre Schönheit.
    Unser Baum steht seit heute, beim Abendessen hat mein Sohn (12) sich eben für hl. Abend Käse-Lauch-Suppe gewünscht.
    Vor 3 Jahren hat das Christkind die Tradition eingeführt, das auch ein Päckchen für die gesamte Familie unterm Baum liegt. Dies ist immer ein Gesellschaftsspiel. Um 18 Uhr wird gegesse und anschließend ist Bescherung. Anschließend klingt der Abend mit Gesellschaftsspielen aus.

  9. Hallo,

    ich gehöre zu denen, die keine eigenen Kinder haben und zu Weihnachten auf Tournee gehen. Auch das ist mitunter recht stressig und wenn das Wetter nicht mitspielt umso zeitraubender.
    Aus diesem Grund gibt’s bei mir seit ca.15 Jahre keinen Baum mehr. Wer hätte ihn auch sehen sollen?

    Die Kinder der Verwandtschaft sind inzwischen groß und da wird es sehr viel ruhiger. Als Geschenke werden Gutscheine oder Bares gewünscht. ;0)

    Irgendwie schade, aber so ist der Lauf der Zeit…

    Liebe Grüße
    Kathrin

  10. Oh ja, wir schmücken den Baum auch schon meist zwei bis drei Tage vor dem heiligen Abend. Die Kinder lieben es und sind immer mit Feuereifer bei der Sache. Auch bei der Oma dürfen sie dann schmücken, wenn auf unserem Baum nichts mehr Platz hat. *gg* Am Anfang war es etwas befremdlich, jetzt finde ich das ganz wunderbar. Da wir einen offenen Wohn-Eß-Küchenbereich haben, können wir das gar nicht abschließen und in der Nacht davor alleine werkeln, das macht mir keinen Spaß. Auch für das Aufstellen der Krippe sind meine Jungs verantwortlich, diese Aufgabe nehmen sie sehr ernst. Dann kann es zwar passieren, dass sich auch ein paar Legofiguren unter die Schafe mischen, aber das stört uns nicht und ich könnte schwören, das Christkind in der Krippe muss dann immer ganz besonders schmunzeln. 😉

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